Lexikon · Technik

Mittelmotor

Auch bekannt als: Tretlagermotor, Mid-Drive, Mittelantrieb

Ein E-Bike-Motor am Tretlager, der die Kurbel antreibt und über Kette und Schaltung arbeitet. Er bietet ein natürliches Fahrgefühl und einen tiefen Schwerpunkt.

Beim Mittelmotor sitzt der Elektromotor am Tretlager, also in der Mitte des Rades zwischen den Pedalen. Er treibt die Kurbel an und nutzt damit dieselbe Kette und Schaltung wie der Fahrer. Fast alle hochwertigen E-Bikes haben heute einen Mittelmotor.

Vorteile

  • Natürliches Fahrgefühl: Ein Drehmomentsensor misst, wie kräftig du trittst, und verstärkt genau das.
  • Nutzt die Gänge: Weil der Motor über die Schaltung arbeitet, bleibt er auch am steilen Berg in einem effizienten Drehzahlbereich.
  • Guter Schwerpunkt: Das Gewicht sitzt tief und mittig, das Rad fährt ausgewogen.
  • Einfacher Radwechsel: Die Laufräder sind normale Laufräder ohne Motorkabel.

Nachteile

  • Mehr Verschleiß am Antrieb: Kette, Kassette und Kettenblatt müssen Fahrer- und Motorkraft übertragen und nutzen sich schneller ab.
  • Höherer Preis als einfache Nabenmotoren.
  • Keine Rekuperation: Der Freilauf trennt beim Rollen den Antrieb.

Bekannte Hersteller

Bosch, Shimano, Yamaha, Brose, Bafang, DJI und weitere bieten Mittelmotoren an. Wie kräftig ein Motor ist, zeigt vor allem das Drehmoment. Eine Übersicht gibt der E-Bike-Motoren-Vergleich, die Alternative ist der Nabenmotor. Den direkten Vergleich beider Bauarten erklärt Mittelmotor oder Nabenmotor?.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2026
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