Faltrad wählen: Faltmaß, Gewicht, Faltzeit
Beim Faltrad entscheidet nicht die Ausstattungsliste, sondern der Alltag mit dem gefalteten Rad. Prüfe drei Werte: das Faltmaß in Zentimetern, das Gewicht und die Zeit, die das Falten realistisch braucht. Wer täglich in eine volle Regionalbahn steigt, profitiert von einem sehr kompakten Paket, das auch ohne Verrutschen stehen bleibt. Wer das Rad nur im Kofferraum verstaut, kann ein größeres Faltmaß akzeptieren und dafür bequemere Laufräder wählen. Ein Rollmodus, bei dem sich das gefaltete Rad schieben lässt, ist im Bahnhof mehr wert als ein Kilogramm weniger Gewicht.
Fahrverhalten kleiner Laufräder verstehen
16- bis 20-Zoll-Laufräder reagieren direkter auf Lenkbewegungen und empfindlicher auf Fahrbahnschäden. Breitere Reifen mit weniger Druck gleichen das weitgehend aus und sind die günstigste Komfortverbesserung überhaupt. Ein längerer Radstand und eine gefederte Sattelstütze helfen zusätzlich. Bei der Schaltung genügen für die Stadt drei bis acht Gänge; wichtiger ist eine Übersetzung, die trotz kleiner Laufräder ausreichend Endgeschwindigkeit erlaubt. Achte auf spielfreie Faltgelenke — sie sind das sicherheitsrelevanteste Bauteil und sollten sich ohne Werkzeug fest verriegeln lassen.
Mitnahme im Nahverkehr und Pflege
Gefaltete Räder gelten in den meisten Verkehrsverbünden als Gepäckstück und dürfen kostenlos mitfahren; die Regeln unterscheiden sich jedoch regional und im Fernverkehr. Eine passende Transporthülle verhindert Schmutz an Kleidung und Mitreisenden und macht die Mitnahme in Bus und Taxi unkompliziert. In der Pflege sind Faltgelenke, Züge und Verriegelungen die kritischen Punkte: regelmäßig auf Spiel prüfen, leicht fetten und Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment nachziehen. Wer das Rad täglich faltet, sollte einmal im Jahr alle Verschleißteile am Klappmechanismus kontrollieren lassen.