Kettenverschleiß
Auch bekannt als: Kettenlängung, Kettenverschleißlehre, Kette wechseln wann, Kette gelängt
Die Längung der Fahrradkette durch abgenutzte Gelenke. Wird sie rechtzeitig gemessen und getauscht, halten Kassette und Kettenblatt deutlich länger.
Kettenverschleiß bedeutet, dass sich eine Fahrradkette mit der Zeit längt. Dabei dehnt sich nicht das Metall, sondern die Gelenke zwischen den Kettengliedern nutzen sich ab und bekommen Spiel. Die Kette passt dann nicht mehr genau in die Zähne von Ritzeln und Kettenblatt.
Warum rechtzeitiges Tauschen Geld spart
Eine gelängte Kette nutzt Kassette und Kettenblatt ungleichmäßig ab. Wird sie rechtzeitig getauscht, halten Ritzel und Blätter oft für mehrere Ketten. Wird sie zu spät getauscht, springt eine neue Kette auf den abgenutzten Ritzeln durch, und Kassette und Kettenblatt müssen gleich mit ersetzt werden.
So misst du den Verschleiß
Am einfachsten mit einer Kettenverschleißlehre: Sie wird zwischen die Kettenglieder gesetzt und zeigt an, ob die Längung eine bestimmte Grenze erreicht hat. Viele Lehren haben Markierungen bei 0,5 und 0,75 Prozent. Welcher Wert für den Tausch gilt, hängt vom Hersteller und von der Anzahl der Gänge ab, Ketten für viele Gänge sind meist früher zu tauschen.
Woran du Verschleiß merkst
- Die Kette springt unter Last durch, besonders auf den kleinen Ritzeln
- Die Schaltung lässt sich trotz richtiger Einstellung nicht mehr sauber einstellen
- Die Kette lässt sich vorne am Kettenblatt deutlich von den Zähnen abheben
Was den Verschleiß beschleunigt
- E-Bikes: Fahrer- und Motorkraft zusammen belasten die Kette stärker, sie verschleißt deutlich schneller.
- Schmutz und fehlendes Öl: Sand im Öl wirkt wie Schleifpaste.
- Schräglauf: Großes Kettenblatt mit großem Ritzel belastet die Kette seitlich.
Wie man die Kette richtig pflegt und wechselt, zeigt Fahrradkette pflegen und wechseln. Eine verschleißarme Alternative ist der Riemenantrieb.
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Verwandte Begriffe
- Kassette
Das Ritzelpaket am Hinterrad einer Kettenschaltung. Anzahl und Größe der Ritzel bestimmen, wie viele Gänge es gibt und wie leicht der Berggang ist.
- Kettenblatt
Das vordere Zahnrad an der Kurbel, über das die Kette läuft. Seine Zähnezahl beeinflusst, wie schwer oder leicht alle Gänge sind.
- Kettenschaltung
Ein Schaltsystem, bei dem die Kette außen zwischen mehreren Ritzeln und Kettenblättern wechselt. Leicht, effizient und mit großer Bandbreite, aber pflegeintensiver als eine Nabenschaltung.
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Automatisch vorgeschlagen auf Basis thematischer Überschneidungen im Lexikon.