Lexikon · Technik

Kettenschaltung

Auch bekannt als: Derailleur, Kettenschaltung Fahrrad, 1-fach-Antrieb, 2-fach-Antrieb

Ein Schaltsystem, bei dem die Kette außen zwischen mehreren Ritzeln und Kettenblättern wechselt. Leicht, effizient und mit großer Bandbreite, aber pflegeintensiver als eine Nabenschaltung.

Die Kettenschaltung ist das verbreitetste Schaltsystem am Fahrrad. Die Kette wird dabei außen zwischen mehreren Zahnrädern hin- und hergeführt: hinten durch das Schaltwerk auf der Kassette, vorne bei Mehrfach-Antrieben durch einen Umwerfer zwischen den Kettenblättern.

Wie viele Gänge?

Die Gangzahl ergibt sich aus Kettenblättern mal Ritzeln. Ein 2×11-Antrieb hat rechnerisch 22 Gänge, ein 1×12-Antrieb 12. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern die Bandbreite vom leichtesten bis zum schwersten Gang und wie fein die Stufen dazwischen sind.

Vorteile

  • Leicht und effizient mit geringen Reibungsverlusten
  • Große Bandbreite, ideal für Berge, Gelände und sportliches Fahren
  • Günstige Ersatzteile und weit verbreitet

Nachteile

  • Pflegeintensiver: Kette und Ritzel liegen offen und brauchen regelmäßige Reinigung und Öl.
  • Schalten nur beim Treten, nicht im Stand.
  • Empfindlicher bei Stürzen, etwa am Schaltauge.

Kettenschaltung oder Nabenschaltung?

Für sportliches Fahren, Mountainbikes und Rennräder ist die Kettenschaltung Standard. Für Alltag, Stadt und Pendeln bei jedem Wetter kann die Nabenschaltung die bessere Wahl sein, auch in Kombination mit Riemenantrieb. Wenn die Gänge nicht sauber laufen, hilft die Anleitung Fahrradschaltung einstellen.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
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