Lexikon · Technik

Riemenantrieb

Auch bekannt als: Gates Carbon Drive, Zahnriemen, Belt Drive, Riemen statt Kette

Ein Antrieb mit Zahnriemen statt Kette, z. B. Gates Carbon Drive. Er läuft ohne Öl, leise und wartungsarm, braucht aber eine Nabenschaltung und einen passenden Rahmen.

Ein Riemenantrieb ersetzt die Fahrradkette durch einen Zahnriemen aus Kunststoff mit Carbonfasern. Bekanntester Hersteller ist Gates mit dem System Carbon Drive.

Vorteile

  • Kein Öl, kaum Schmutz: Der Riemen läuft trocken. Hosen und Hände bleiben sauber.
  • Wartungsarm: kein Ölen, kein Rost, kein Nachspannen im Alltag.
  • Leise: kein Kettenrasseln.
  • Lange Haltbarkeit: Ein Riemen hält in der Regel deutlich länger als eine Kette.

Was ein Riemen voraussetzt

  • Keine Kettenschaltung: Ein Riemen kann nicht wie eine Kette zwischen Ritzeln springen. Er braucht eine Nabenschaltung, eine stufenlose Nabe oder ein Getriebe im Tretlagerbereich.
  • Passender Rahmen: Weil der Riemen nicht geöffnet werden kann, braucht der Hinterbau eine Öffnung, durch die er eingesetzt wird. Kettenrahmen lassen sich deshalb nicht nachrüsten.
  • Richtige Spannung: Bei der Montage muss die Spannung stimmen, sonst kann der Riemen überspringen.

Für wen sich der Riemen lohnt

Ideal ist der Riemen für Pendler, City- und Trekkingräder sowie E-Bikes, die viel im Alltag und bei jedem Wetter gefahren werden. Im sportlichen Mountainbike-Einsatz ist die Kettenschaltung meist im Vorteil, weil sie leichter ist und mehr Gänge bietet.

Den ausführlichen Vergleich gibt es unter Kette oder Riemenantrieb, speziell zum E-Bike unter Riemenantrieb am E-Bike.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2026
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