Lexikon · Technik

Tretlager

Auch bekannt als: Innenlager, Bottom Bracket, BSA, Pressfit

Die Lagerung im unteren Rahmenbereich, in der sich die Kurbelachse dreht. Es gibt geschraubte (BSA) und eingepresste (Pressfit) Standards.

Das Tretlager ist die Lagerung im unteren Teil des Rahmens, in der sich die Kurbelachse dreht. Über das Tretlager wird die gesamte Tretkraft auf den Antrieb übertragen.

Gängige Standards

Tretlager gibt es in zwei Grundbauarten:

  • Geschraubt (BSA): Die Lagerschalen werden in ein Gewinde im Rahmen geschraubt. Robust, leicht zu warten und neigt kaum zu Knackgeräuschen. Gängige Gehäusebreiten sind 68 und 73 mm.
  • Eingepresst (Pressfit): Die Lager werden ohne Gewinde in den Rahmen gepresst, etwa bei BB86, BB92 oder PF30. Spart Gewicht und erlaubt breitere Rahmenformen, kann aber anfälliger für Knarzen sein, wenn die Passung nicht exakt stimmt.

Welches Tretlager passt, hängt von Rahmen und Kurbel ab. Beide müssen zueinander passen.

Typische Probleme

  • Knacken oder Knarzen beim Treten: häufig ein Zeichen für ein verschmutztes, lockeres oder verschlissenes Tretlager, aber auch Pedale, Kettenblattschrauben oder Sattel können die Ursache sein.
  • Spiel an der Kurbel: Lässt sich die Kurbel seitlich bewegen, ist das Lager verschlissen oder locker.

Beim E-Bike mit Mittelmotor

Bei E-Bikes mit Mittelmotor sitzt der Motor genau an der Stelle des Tretlagers. Die Kurbel ist dann direkt am Motor befestigt, ein klassisches Tretlager gibt es nicht. Lagerprobleme werden dort über den Motorhersteller oder den Fachhandel gelöst.

Wie breit die Füße beim Treten stehen, beschreibt der Q-Faktor, der unter anderem von Tretlager und Kurbel abhängt.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
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