Lexikon · Technik

Freilauf

Auch bekannt als: Freilaufkörper, Freilaufnabe, Freehub

Der Mechanismus in der Hinterradnabe, der das Rad rollen lässt, ohne dass die Pedale mitdrehen. Der Freilaufkörper ist zugleich die Aufnahme für die Kassette.

Der Freilauf sorgt dafür, dass sich das Hinterrad weiterdrehen kann, während die Pedale stillstehen. Ohne ihn müsste man wie bei einem Fixie ständig mittreten. Typisch ist das leise oder laute Klicken beim Rollen.

Wie er funktioniert

Im Freilauf greifen Sperrklinken oder Zahnscheiben in eine Verzahnung. Beim Treten greifen sie und übertragen die Kraft aufs Rad. Beim Rollen gleiten sie darüber hinweg.

  • Klinkensystem: verbreitet, einfach aufgebaut.
  • Zahnscheiben-System: wird z. B. bei DT Swiss eingesetzt, gilt als robust und leicht zu warten.

Wie schnell der Freilauf nach dem Antreten greift, nennt man Eingriffspunkte. Mehr Eingriffspunkte bedeuten weniger Leerweg, was beim technischen Klettern im Gelände hilfreich ist.

Freilaufkörper und Kompatibilität

Bei Kettenschaltungen sitzt die Kassette auf dem Freilaufkörper der Nabe. Davon gibt es mehrere Standards, die nicht untereinander passen:

Standard Typischer Einsatz
Shimano HG viele 8- bis 11-fach-Kassetten
Shimano Micro Spline Shimano 12-fach MTB
SRAM XD / XDR SRAM 11- und 12-fach, XDR beim Rennrad

Wer eine neue Kassette kauft, muss deshalb wissen, welcher Freilaufkörper an der eigenen Nabe sitzt. Bei vielen Naben lässt er sich gegen einen anderen Standard tauschen.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 01. Oktober 2026
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