Lexikon · Technik

Hydraulische Scheibenbremse

Auch bekannt als: Hydraulikbremse, Scheibenbremse hydraulisch, Disc Brake

Eine Bremse, bei der Flüssigkeit die Kraft vom Hebel auf Bremskolben überträgt, die Beläge gegen eine Scheibe an der Nabe drücken. Sie bremst kräftig, gut dosierbar und stellt sich selbst nach.

Bei einer hydraulischen Scheibenbremse überträgt eine Flüssigkeit in einer geschlossenen Leitung die Kraft vom Bremshebel auf die Bremskolben am Bremssattel. Die Beläge drücken dann auf eine Bremsscheibe an der Nabe.

Vorteile gegenüber mechanischen Bremsen

  • Hohe Bremskraft mit wenig Handkraft: wichtig bei schweren E-Bikes und langen Abfahrten.
  • Gute Dosierbarkeit: Die Bremskraft lässt sich fein steuern.
  • Selbstnachstellend: Die Kolben gleichen den Belagverschleiß automatisch aus.
  • Wetterunabhängiger: Nässe beeinflusst die Bremsleistung weniger als bei Felgenbremsen.

Mineralöl oder DOT

Hersteller nutzen zwei Arten von Bremsflüssigkeit: Mineralöl (z. B. Shimano, Magura) oder DOT-Flüssigkeit (z. B. SRAM). Die beiden dürfen nie vermischt werden, weil sie die Dichtungen des jeweils anderen Systems angreifen. Welche Flüssigkeit benötigt wird, steht meist am Bremshebel oder in der Anleitung.

Größe der Bremsscheibe

Größere Scheiben, etwa 180 oder 203 mm, bremsen kräftiger und werden weniger heiß als kleinere mit 160 mm. Für schwere Fahrer, E-Mountainbikes und Lastenräder sind größere Scheiben sinnvoll.

Wartung

  • Beläge regelmäßig prüfen und rechtzeitig wechseln.
  • Entlüften, wenn der Druckpunkt weich wird oder der Hebel bis zum Lenker durchgeht.
  • Bremshebel nicht ziehen, wenn das Laufrad ausgebaut ist.

Bei der Lagerung im Winter empfiehlt der ADFC, Räder mit Scheibenbremse nur waagerecht aufzuhängen, siehe Fahrrad einwintern.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2026
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