Lexikon · Technik

Schiebehilfe

Auch bekannt als: Anfahrhilfe, Walk-Assist, Schiebehilfe 6 km/h

Eine Motorfunktion, die das E-Bike beim Schieben ohne Treten antreibt. Für Pedelecs ist sie bis 6 km/h erlaubt.

Die Schiebehilfe ist eine Funktion am E-Bike, bei der der Motor das Rad beim Schieben antreibt, ohne dass man in die Pedale tritt. Für Pedelecs ist sie in Deutschland bis 6 km/h erlaubt.

Wie sie funktioniert

Meist wird die Schiebehilfe über eine Taste an der Bedieneinheit aktiviert und muss gedrückt gehalten werden. Lässt man los, stoppt der Motor sofort. Je nach System schiebt der Motor das Rad im gerade eingelegten Gang mit Schrittgeschwindigkeit an.

Wofür sie praktisch ist

  • Steile Rampen zur Tiefgarage oder zum Keller
  • Schwere E-Bikes und Lastenräder, die sich von Hand mühsam schieben lassen
  • Steile Trails, an denen man absteigen muss
  • Bahnhöfe und Fußgängerzonen, in denen geschoben werden muss

Rechtlicher Rahmen

Die Schiebe- und Anfahrhilfe bis 6 km/h gehört zu den Bedingungen, unter denen ein Pedelec rechtlich als Fahrrad gilt. Eine Unterstützung ohne Treten über diese Geschwindigkeit hinaus würde das Rad zum Kraftfahrzeug machen.

Tipps zur Nutzung

Die Schiebehilfe arbeitet im gewählten Gang. In einem leichten Gang schiebt sie meist langsamer und kontrollierter, das ist am Berg oft angenehmer. Bei sehr schweren Rädern hilft ein kräftiger Motor mit hohem Drehmoment, siehe auch XXL-E-Bike: Motor und Bremsen.

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Redaktionell geprüft von der welchesfahrrad.de-RedaktionZuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
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