Lenkwinkel
Auch bekannt als: Steuerrohrwinkel, Head Angle
Der Winkel zwischen Steuerrohr und Boden. Ein steiler Lenkwinkel macht das Rad agil, ein flacher macht es ruhiger und stabiler bergab.
Der Lenkwinkel ist der Winkel zwischen Steuerrohr und Boden. Er gehört zu den wichtigsten Geometriewerten, weil er bestimmt, wie direkt oder wie ruhig sich ein Fahrrad lenkt.
Steil oder flach
- Steiler Lenkwinkel (größere Gradzahl): reagiert schnell und direkt auf Lenkbewegungen. Typisch für Rennräder und Cross-Country-Bikes.
- Flacher Lenkwinkel (kleinere Gradzahl): läuft ruhiger geradeaus und bleibt in steilen Abfahrten stabiler. Typisch für Trail- und Enduro-Mountainbikes.
Richtwerte nach Radtyp
| Radtyp | Lenkwinkel etwa |
|---|---|
| Rennrad | 72–74° |
| Gravelbike, Trekkingrad | 70–72° |
| Cross-Country-MTB | 67–69° |
| Trail-MTB | 64–66° |
| Enduro-MTB | 63–64° |
Die Werte sind Orientierung. Hersteller setzen je nach Modell eigene Schwerpunkte.
Was den Lenkwinkel verändert
Der Lenkwinkel hängt nicht nur vom Rahmen ab. Eine Federgabel mit mehr Federweg macht ihn flacher. Beim Fahren ändert er sich zusätzlich: Federt die Gabel ein, wird er steiler; federt der Hinterbau ein, wird er flacher. Deshalb beeinflusst auch der eingestellte Sag das Fahrverhalten. Die Laufradgröße spielt ebenfalls eine Rolle.
Wie der Lenkwinkel mit Reach und Stack zusammenwirkt, erklärt der Guide Fahrradgeometrie: Reach und Stack.
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Verwandte Begriffe
- Reach
Der horizontale Abstand zwischen Tretlager und Steuerrohr – ein präziserer Geometriewert als die klassische Rahmenhöhe.
- Stack
Der vertikale Abstand zwischen der Tretlagermitte und der Oberkante des Steuerrohrs – er bestimmt, wie hoch der Lenker beim Fahrrad grundsätzlich sitzen kann.
- Federweg
Die Strecke in Millimetern, die eine Federgabel oder ein Hinterbaudämpfer maximal einfedern kann. Mehr Federweg schluckt größere Hindernisse, macht das Rad aber meist schwerer und träger.
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Automatisch vorgeschlagen auf Basis thematischer Überschneidungen im Lexikon.