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Orbea-Rückruf: Optima E-Bikes können am Rahmen brechen

Orbea ruft Optima-E-Bikes der Modelljahre 2019/2020 wegen einer möglicherweise instabilen Rahmenschweißung zurück. So prüfst du, ob dein Rad betroffen ist, und was jetzt zu tun ist.

Von Redaktion Welches FahrradVeröffentlicht: 5 Min.Rubrik: NewsRedaktionell geprüft· 23.08.2026Quelle · EU Safety Gate SR/02338/26, OPSS UK, pedelec-elektro-fahrrad.de. Angaben zu Preisen, Verfügbarkeit und Fördersummen entsprechen dem Stand der Veröffentlichung.
Orbea ruft E-Bikes der Baureihe Optima (Charge 19A) wegen möglicher Rahmenbrüche zurück.
Orbea ruft E-Bikes der Baureihe Optima (Charge 19A) wegen möglicher Rahmenbrüche zurück.

Foto: Unsplash

Orbea ruft verschiedene E-Bikes der Baureihe Optima aus den Modelljahren 2019 und 2020 zurück. Die Information wurde am 20. August 2026 über das europäische Schnellwarnsystem Safety Gate veröffentlicht. Betroffen sind Modelle aus der in Spanien gefertigten Produktionscharge „19A".

Was das Problem ist

Nach Angaben der Sicherheitswarnung ist die Schweißverbindung des Rahmens bei den betroffenen Rädern nicht ausreichend stabil. Dadurch kann es an einer Schwachstelle im mittleren Bereich des Rahmens zu einem Bruch kommen – im schlimmsten Fall während der Fahrt. Die Folge wäre ein plötzlicher Kontrollverlust mit Sturzgefahr und möglichen Verletzungen. Die Safety-Gate-Meldung (Nummer SR/02338/26) stuft das Produkt deshalb als nicht konform mit der europäischen Produktsicherheitsverordnung ein.

Welche Modelle betroffen sind

Betroffen sind Räder der Baureihe Optima, konkret die Varianten Optima Asphalt und Optima Comfort, verkauft zwischen Oktober 2019 und Dezember 2020. Die Optima-Reihe war als komfortables Elektrofahrrad für den städtischen Alltag positioniert, mit tiefem Einstiegsrahmen für erleichtertes Auf- und Absteigen.

Wichtig: Dieser Rückruf betrifft ausschließlich Räder der Charge 19A – nicht automatisch jedes Optima-Modell dieser Baujahre. Er ist zudem unabhängig von einem früheren Rückruf der Modellreihe Avant (Rennräder) wegen eines Gabelproblems, der bereits im Januar 2026 gemeldet wurde.

So prüfst du, ob dein Rad betroffen ist

Die Kennzeichnung „19A" ist direkt in den Rahmen eingeprägt, üblicherweise im Bereich der Tretlagerachse. Orbea hat eine eigene Support-Webseite eingerichtet, auf der sich die Rahmennummer auf Betroffenheit überprüfen lässt.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Die britische Produktsicherheitsbehörde (OPSS) fordert Besitzer betroffener Räder ausdrücklich dazu auf, die Nutzung sofort einzustellen und das Rad zum nächstgelegenen Orbea-Händler zu bringen. Dort ist laut den vorliegenden Meldungen ein Austausch des Rahmens vorgesehen. Die europäische Safety-Gate-Meldung selbst beschreibt die konkrete Abwicklung für Deutschland nicht im Detail – wer betroffen ist, sollte sich daher direkt an einen Orbea-Vertragshändler oder den Orbea-Kundensupport wenden.

Einordnung

Strukturelle Rahmenschäden gelten unter Sicherheitsexperten als besonders ernst zu nehmen, weil sie oft ohne Vorwarnung auftreten – anders als etwa Verschleiß an Bremsen oder Reifen, den Fahrer meist frühzeitig bemerken. Ein Rahmenbruch während der Fahrt kann bei jeder Geschwindigkeit zu einem plötzlichen Kontrollverlust führen.

Solltest du ein Orbea-Rad besitzen und unsicher sein, ob ein Modell oder eine Charge betroffen ist – etwa das Orbea Onna 29 30 aus unserer Datenbank, das nicht Teil dieses Rückrufs ist, aber zur selben Marke gehört – gilt grundsätzlich: Die Rahmennummer direkt auf der Orbea-Website prüfen ist der zuverlässigste Weg, statt sich allein auf Modellname oder Baujahr zu verlassen.

Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald weitere Details zur Abwicklung in Deutschland vorliegen.

Quellen: EU Safety-Gate-Meldung SR/02338/26; Office for Product Safety and Standards (OPSS), Vereinigtes Königreich; pedelec-elektro-fahrrad.de (20. August 2026).

Quellenangabe: EU Safety Gate SR/02338/26, OPSS UK, pedelec-elektro-fahrrad.de. Angaben zu Preisen, Verfügbarkeit und Fördersummen entsprechen dem Stand der Veröffentlichung.

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